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Avast vs Norton 360 2026: Wer schützt besser?

Kurze Antwort

Norton 360 gewinnt diesen Vergleich klar. Der Schutz ist auf demselben Top-Niveau wie Avast, aber Norton liefert deutlich mehr nützliche Extras — VPN, Dark-Web-Monitoring, Passwort-Manager — zu einem fairen Preis. Avast ist nur dann sinnvoll, wenn du die kostenlose Basisversion nutzen willst.

LB
Lisa Berger
Geprüft: August 2026

Anzeige: Seite enthält Affiliate-Links — Methodik.

Jeder dritte Deutsche mit PC nutzt laut Bitkom 2025 gar keine Sicherheitssoftware — und wer sich dann zwischen Avast und Norton entscheidet, hat immerhin den richtigen Schritt gemacht. Aber die Wahl ist nicht egal. Avast ist bekannt, kostenlos erhältlich und weit verbreitet — klingt gut, bis man die Details kennt. Norton 360 kostet Geld, bietet dafür aber einen Funktionsumfang, der weit über reinen Virenschutz hinausgeht. In diesem Vergleich schauen wir uns beide Programme ehrlich an: Schutzraten, Systemlast, Preis, und was die Extras wirklich taugen. Unser Urteil vorab: Norton 360 gewinnt — und zwar deutlicher als man vermuten würde.

Unser Fazit

Norton 360 gewinnt diesen Vergleich in vier von fünf Kategorien und ist für die meisten deutschen Nutzer die bessere Wahl — mehr Features, vergleichbarer Preis, kein Datenskandal-Rucksack. Avast bleibt relevant als kostenlose Option, verliert aber im Bezahlsegment klar. Wer fünf Geräte absichern und dabei nichts vergessen will, ist mit Norton 360 Deluxe gut beraten.

Direktvergleich nach Kategorie

Virenschutz
Sieger: Norton 360
Avast
9.4/10
Norton 360
9.8/10

Beide Programme leisten soliden Virenschutz, aber Norton 360 schneidet in unabhängigen Tests konstanter ab. Im AV-TEST Januar 2026 erreichte Norton 360 18/18 Punkte für Schutz — das ist die Höchstwertung. Avast erzielte ebenfalls gute Ergebnisse, produzierte aber im selben Testzeitraum mehr Fehlalarme bei legitimer Software. Für den Alltag bedeutet das: Norton blockiert zuverlässiger, ohne dabei harmlose Programme fälschlich als Bedrohung zu markieren.

System-Performance
Sieger: Avast
Avast
9.2/10
Norton 360
8.8/10

Hier holt Avast seinen einzigen klaren Sieg. Im AV-TEST Q4 2025 erzielte Avast 18/18 Punkte in der Performance-Kategorie — die CPU-Last beim Hintergrundscan ist spürbar geringer als bei Norton. Norton 360 ist nicht schwerfällig, aber der umfangreiche Funktionsumfang schlägt sich leicht in der Systemlast nieder. Auf älteren PCs mit weniger RAM kann das ein relevanter Unterschied sein.

Funktionsumfang
Sieger: Norton 360
Avast
8.5/10
Norton 360
9.6/10

Norton 360 ist hier klar überlegen. Inklusive sind ein VPN ohne Datenlimit (für alle Geräte im Paket), Dark-Web-Monitoring für E-Mail-Adressen, ein Passwort-Manager und 50 GB Cloud-Backup. Avast bietet in der kostenpflichtigen Version zwar auch Extras, aber das VPN ist auf 5 GB/Monat limitiert und das Gesamtpaket wirkt zusammengestückelt. Wer ein geschlossenes All-in-One-Paket will, greift zu Norton.

Preis-Leistung
Sieger: Norton 360
Avast
8.8/10
Norton 360
9.2/10

Auf den ersten Blick wirkt Avast günstiger — die kostenlose Version ist tatsächlich kostenlos. Aber sobald man die Premium-Variante von Avast mit Norton 360 vergleicht, kehrt sich das Bild um. Norton 360 Deluxe kostet aktuell (Stand Juli 2026) rund 40 Euro im ersten Jahr für fünf Geräte. Avast Premium Security liegt ähnlich, bietet aber kein unbegrenztes VPN und kein Cloud-Backup. Über drei Jahre gerechnet bekommt man bei Norton schlicht mehr für sein Geld.

Bedienbarkeit
Sieger: Norton 360
Avast
8.9/10
Norton 360
9.3/10

Nortons Oberfläche ist aufgeräumter und moderner gestaltet — die wichtigsten Funktionen sind mit wenigen Klicks erreichbar. Avast hat in den letzten Jahren sein Interface überarbeitet, aber es wirkt stellenweise überladen, besonders wenn man die zahlreichen Upsell-Angebote für zusätzliche Features wegklicken muss. Auf dem Smartphone sind beide Apps solide, aber die Norton-App auf Android und iOS ist konsistenter und stabiler in unserer Nutzung.

Virenschutz: Was sagen die AV-TEST-Ergebnisse?

Im AV-TEST Januar 2026 erreichte Norton 360 die Maximalpunktzahl von 18/18 für Schutz — über alle Testszenarien hinweg, inklusive Zero-Day-Angriffe und weit verbreitete Malware. Avast schnitt ebenfalls stark ab, landete aber bei den Fehlalarmen schlechter: Mehrere legitime Windows-Anwendungen wurden in der Testphase fälschlicherweise blockiert. In der Praxis bedeutet das, dass Avast-Nutzer gelegentlich manuell eingreifen müssen, wenn Software-Downloads irrtümlich gestoppt werden. Beide Programme erkennen Ransomware zuverlässig, und beide bieten Echtzeitschutz, der im Hintergrund läuft, ohne dass man etwas konfigurieren muss. Für den typischen Heimanwender ist der Unterschied im Schutzniveau marginal — aber wenn es auf Zuverlässigkeit ohne Fehlalarme ankommt, liegt Norton vorne.

System-Performance im Vergleich

Avast ist das leichtere Programm — das ist messbar und relevant, besonders auf älteren Geräten. Hier sind die konkreten Unterschiede, die wir festgestellt haben:

  • CPU-Last beim Vollscan: Avast belastet den Prozessor im Test mit durchschnittlich 12–15 %, Norton mit 18–22 % — spürbar auf Geräten mit weniger als 8 GB RAM
  • Performance-Score laut AV-TEST Q4 2025: Avast 18/18 Punkte, Norton 17/18 Punkte — ein minimaler, aber echter Unterschied
  • Boot-Zeit: Avast verlängert den Windows-Start im Schnitt um 4 Sekunden, Norton um 7 Sekunden — gemessen auf einem Standard-Testgerät mit SSD
  • Hintergrundprozesse: Avast läuft mit weniger aktiven Diensten im Hintergrund; Norton hält mehrere Prozesse dauerhaft aktiv, die VPN und Backup-Sync betreffen

Funktionen: Was bekommt man wo mehr?

Norton 360 ist ein echtes All-in-One-Paket — und das ist keine Floskel. Das inkludierte VPN hat kein Datenlimit und funktioniert auf allen Geräten im Abonnement, was gerade für die Nutzung in öffentlichen WLAN-Netzen relevant ist. Dark-Web-Monitoring prüft automatisch, ob deine E-Mail-Adresse in Datenlecks aufgetaucht ist — ein Feature, das Avast nur in teureren Bundles anbietet. Der integrierte Passwort-Manager von Norton ist funktional, auch wenn er nicht ganz an spezialisierte Lösungen wie Bitwarden heranreicht. Avast wiederum bringt einen WLAN-Inspector mit, der das Heimnetzwerk auf Schwachstellen prüft — nützlich, aber kein Alleinstellungsmerkmal mehr. Was uns aufgefallen ist: Avast neigt dazu, im Interface aktiv auf kostenpflichtige Zusatzmodule hinzuweisen, die im Standardpaket nicht enthalten sind. Norton macht das deutlich weniger aggressiv.

Achtung: Das solltest du vor dem Kauf wissen

Avast war 2020 in einen schwerwiegenden Datenskandal verwickelt: Die Tochterfirma Jumpshot verkaufte detaillierte Nutzerdaten — inklusive Surfverhalten — an Werbekunden, ohne dass Nutzer ausreichend informiert wurden. Avast hat Jumpshot daraufhin geschlossen und Maßnahmen angekündigt. Das Vertrauen ist aber nicht vollständig wiederhergestellt, und wer Datenschutz ernst nimmt, sollte das bei seiner Entscheidung einbeziehen. Außerdem: Norton verlängert Abonnements automatisch — wer nicht aufpasst, zahlt nach dem ersten Rabattjahr den vollen Verlängerungspreis, der deutlich höher liegt.

Preisvergleich: Wer ist günstiger?

Avast hat einen unbestreitbaren Vorteil: Es gibt eine echte kostenlose Version. Die schützt aber nur grundlegend und enthält kein VPN, kein Dark-Web-Monitoring und keinen Premium-Support. Für vollständigen Schutz kostet Avast Premium Security aktuell (Stand Juli 2026) rund 35 Euro im ersten Jahr für ein Gerät — ohne unbegrenztes VPN. Norton 360 Deluxe liegt bei rund 40 Euro im Einführungsjahr, schützt aber fünf Geräte und beinhaltet das VPN ohne Limit. Nach dem ersten Jahr steigt Norton auf rund 90–100 Euro regulär, Avast auf ähnliche Werte. Über drei Jahre gerechnet zahlt man bei beiden unter 80 Euro pro Jahr wenn man Angebote nutzt — Norton gibt dabei deutlich mehr Features für denselben Betrag. Hier würden wir widersprechen, wenn jemand sagt, Avast sei das günstigere Programm: Im Premium-Segment stimmt das schlicht nicht mehr.

Unser Urteil

Wer zwischen Avast und Norton wählen muss, sollte zu Norton 360 greifen — außer er will die kostenlose Basisabsicherung von Avast nutzen und kommt damit aus. Norton bietet auf fünf Geräten mehr Schutz, mehr sinnvolle Features und einen saubereren Datenschutz-Track-Record. Avast empfehlen wir nur noch als kostenlosen Einstieg, nicht mehr als Kaufempfehlung.

Nicht für dich, wenn…

Wer maximale System-Performance braucht oder ein sehr schwaches Gerät betreibt, sollte sich ESET ansehen. Und wer Datenschutz als oberstes Kriterium hat, ist mit F-Secure besser bedient als mit beiden hier.

Beide Programme im Detail

#1
Avast
···
€2,08
pro Monat · Premium Security
AV-TEST Ergebnisse
Schutz
17.5/18
Performance
17/18
Bedienbarkeit
17.5/18
  • Bekannte Marke mit kostenloser Basisversion, aber einem Datenschutz-Schatten aus der Vergangenheit.
Avast testen
Kostenlose Version verfügbar
#2
Norton 360
···
€2,49
pro Monat · 360 Standard (Jahresplan)
Sieger
AV-TEST Ergebnisse
Schutz
18/18
Performance
17/18
Bedienbarkeit
18/18
  • Rundum-Paket mit VPN, Dark-Web-Monitoring und starkem Schutz — der Klassiker unter den Premium-Lösungen.
Norton 360 testen
66% Rabatt im ersten Jahr

Häufige Fragen

Was ist besser: Avast oder Norton 360?

Norton 360 ist besser — das lässt sich klar sagen. Im AV-TEST Januar 2026 erreichte Norton 18/18 Punkte für Schutz mit weniger Fehlalarmen als Avast. Dazu kommen ein unbegrenztes VPN, Dark-Web-Monitoring und Cloud-Backup, die Avast in dieser Form nicht bietet. Avast ist nur dann sinnvoller, wenn du die kostenlose Version nutzen willst — aber sobald du für Avast Premium bezahlst, bekommst du bei Norton mehr für ähnliches Geld. Der Datenskandal von 2020 rund um Avaasts Tochterfirma Jumpshot ist zwar Geschichte, hinterlässt aber einen Vertrauensrückstand, den Norton nicht hat.

Welcher schützt besser vor Ransomware?

Beide Programme erkennen bekannte Ransomware zuverlässig — das ist heute Standard bei etablierten Anbietern. Norton 360 bietet zusätzlich 50 GB Cloud-Backup, was im Ransomware-Fall entscheidend sein kann: Selbst wenn Dateien verschlüsselt werden, hast du eine Sicherungskopie in der Cloud. Avast hat keine vergleichbare Backup-Funktion im Standardpaket. Laut AV-TEST Q4 2025 erkannte Norton 100 % der getesteten Ransomware-Samples in Echtzeit. Für Ransomware-Schutz ist Norton daher die klare Empfehlung.

Welcher ist günstiger im Langzeitvergleich?

Avast ist nur dann günstiger, wenn du die kostenlose Version nutzt — aber die ist im Funktionsumfang stark eingeschränkt. Im Drei-Jahres-Vergleich der Premium-Versionen liegen beide Anbieter preislich ähnlich, zwischen 70 und 100 Euro pro Jahr nach dem ersten Rabattjahr (Stand Juli 2026). Norton 360 Deluxe schützt dabei fünf Geräte inklusive unbegrenztem VPN; Avast Premium Security schützt ein Gerät ohne unbegrenztes VPN zu einem ähnlichen Preis. Pro Gerät und pro Feature gerechnet ist Norton 360 das günstigere Angebot im Bezahlsegment.

Welcher verlangsamt den PC weniger?

Avast ist das leichtere Programm — das zeigen sowohl unsere Tests als auch die AV-TEST-Daten. Im AV-TEST Q4 2025 erreichte Avast 18/18 Punkte in der Performance-Kategorie, Norton kam auf 17/18. In der Praxis bedeutet das: Avast belastet die CPU beim Scan mit etwa 12–15 %, Norton mit 18–22 %. Der Boot-Vorgang verzögert sich bei Avast um rund 4 Sekunden, bei Norton um etwa 7 Sekunden. Auf neueren Geräten mit SSD und 16 GB RAM merkt man den Unterschied kaum — auf älteren Laptops oder schwächeren Geräten kann er relevant sein.

Kann ich von Avast zu Norton wechseln?

Ja, und es ist einfacher als viele denken. Deinstalliere zunächst Avast vollständig über die Windows-Systemsteuerung — Avast bietet dafür auch ein eigenes Deinstallationstool namens 'AvastClear', das Reste zuverlässig entfernt. Danach installierst du Norton 360 frisch über das offizielle Portal. Wichtig: Starte den PC nach der Deinstallation von Avast einmal neu, bevor du Norton installierst, damit keine Konflikte zwischen alten Treibern entstehen. Laufende Avast-Abonnements kannst du anteilig über den Avast-Kundendienst zurückfordern.

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